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Nina Jäckle  "Stillhalten"

Freitag, 01. Dezember 2017 um 19.30 Uhr


     

Foto: Michael Schröder


Ein tiefgehender Roman über verfehlte Möglichkeiten, über Sehnsucht und das stille Bilanzziehen einer Vergessenen:


1933 ist Tamara Danischewski 21 Jahre alt. Sie studiert in Dresden Tanz bei Mary Wigman und Gret Palucca. Abends
tritt sie im Kabarett auf, um für sich und ihre Mutter Geld zu verdienen.

Dort lernt sie den Maler Otto Dix kennen, der sie während vieler Sitzungen porträtiert, eine Freundschaft entsteht.
Dann aber verlässt Dix, als einer der ersten Künstler in der NS-Zeit aus dem Lehramt entlassen, die Stadt. Tamara
bekommt einige große Auftrittsangebote, doch sie geht das Wagnis eines ungesicherten Lebens als Tänzerin nicht ein.

Stattdessen heiratet sie 1936 einen Mann, der ihr und ihrer Mutter zwar eine gesicherte Existenz bieten kann, Tamara
jedoch das Tanzen verbietet und dem sie sich, wie viele Frauen ihrer Generation, zur Gänze unterordnet.

Alt geworden, erinnert sich Tamara an ein glanzvolles Leben, in dem noch alles möglich schien.



Nina Jäckle, geboren 1966 in Schwenningen am Neckar, lebt in Berlin. Neben Hörspielen und Erzählungen erschienen
von ihr zuletzt die Romane "Zielinski" (2011) und "Der lange Atem"(2014), für den sie mit dem Tukan-Preis der
Stadt München und 2015 mit dem evangelischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Zudem erhielt sie 2015 den
Italo-Svevo Preis für ihr Gesamtwerk.

Ihre Texte geben der Sprache den poetischen Raum der Stille zurück, sie erzählen von der Gefährdung des Menschen,
der seiner selbst genau so wenig gewiss sein kann wie der Welt, die er sich gemacht hat.

 

Eintritt 8,00 Euro

Reservierung unter 0821/5886760

oder lesenswert.buch@t-online.de